Musik für Neospießer

Für die Reihe „Musik für Neo-Spießer“ werden wir euch ab sofort in regelmäßigen Abständen mit ca. einstündigen Spotify Playlists die Tage versüßen. Unsere Mixtapes werden vom NEO SPIESSER-Team mit Liebe zusammengestellt. Wir versuchen euch moderne Songs und echte Klassiker näher zu bringen und hoffen euch damit viel Freude zu bereiten.

NEO SPIESSER Vol. 1

Beginner – Ahnma (2016)

„Jeden den du kennst,
kennt eine meiner Lines“

Ein Comeback wie ein Paukenschlag. Was die Beginner hier als Teaser für ihr neues Album abliefern, ist ein Meisterwerk. Die Beats klingen stark wie aus den glorreichen 90ern, aber der Rap ist zeitgemäß aggressiv – ohne vulgäre Fäkalsprache.

Eizi Eiz flowt sauber durch seinen Part, als hätte es nie eine Auszeit gegeben und präsentiert Skills, die sein ganzes Können und seine Erfahrungen der letzten 25 Jahre widerspiegeln.

Bei Denjo ist noch ein bisschen Luft nach oben. Props gehen raus für das fette Feature von Gzuz. Der Knastjunge verleiht dem Track eine moderne Härte, die aus dem Comeback einen Hit machen. Still the beats bang!

Snoop Dogg – California Roll (2015)

Pharell Williams, Snoop Dogg und Stevie Wonder in einem Song – nuff said! Snoop hat im Jahr 2015 mit dem Album „Bush“ eines seiner besten Releases seit seinem Debut „Doggystsyle“ aus dem Jahr 1993 abgeliefert. Wir hätten jeden Track des Albums auswählen können. Aufgrund der erwähnten Gäste in dem Song haben wir den Opener gewählt, der jeden Sommer versüßt, egal wie mistig das Wetter ist.

The Time – Jungle Love (1984)

Im Todesjahr des großartigen Prince, wollten wir gerne etwas von seinem Schaffen in die erste NEO SPIESSER Playlist packen. Wir haben uns für etwas Ausgefallenes entschieden und präsentieren euch die Band „The Time“.

Mit jener Combo hat Prince eng zusammengearbeitet, Erfolge gefeiert, aber auch heftig gestritten. Abgesehen davon, liefern The Time mit „Jungle Love“ eine Funkbombe ab, die seinesgleichen sucht. Written and produced by Prince – enjoy!

Bruce Springsteen – Out in the street (1980)

„And Monday when the foreman calls time
I’ve already got Friday on my mind“

Wer Springsteen auf „Born in the USA“ reduziert, verpasst leider einen der größten Musiker unserer Zeit. Für unsere NEO SPIESSER Playlists achten wir darauf, keine ausgenudelten Gassenhauer vorzustellen.

Von den über 1000 möglichen Springsteen Hits haben wir eine Uptempo Nummer aus dem doppelseitigen River Album ausgewählt, das im Jahr 2015 25-jähriges Jubiläum gefeiert hat. Springsteen packt hier düstere Arbeiterklassen Romantik in ein poppiges Gewand, das dem späteren Hit „Dancing in the Dark“ stark ähnelt.

Libertines – The Man who would be king (2004)

Man muss diese hochgekokste Arroganz des ausgeflippten Pete Doherty einfach lieben. Wer die Babyshambles mag und die Libertines noch nicht kennt, sollte das mal ganz schnell nachholen. Achtung, jetzt wird polarisiert: „Die Libertines sind die besseren Babyshambles.“

Der Sound ist roher und more edgy. 2015 haben es die Libertines tatsächlich geschafft, ein neues Album zu veröffentlichen. Wir haben uns allerdings für einen Song von dem grandiosen 2. Album aus dem Jahr 2004 entschieden. Ein Album, das aufgrund der Drogensucht von Pete Doherty fast nicht entstanden wäre.

Pet Shop Boys – Rent (1987)

„Words mean so little and money less“

Neben Hits wie „Suburbia“, „It’s a sin“ und der großartigen Coverversion „You’re always on my mind“ ist dieses Juwel der Jungs aus dem Zoogeschäft völlig untergegangen. Wunderbare Harmonien, gepaart mit einem tieftraurigen Text über Sex, Geld und Prostitution – wahrscheinlich eines der besten und komplexesten Lieder der Pet Shop Boys. In diesem Song steckt jede Menge 80er Zeitgeist, wie er in Büchern von Jay McInerny und Bret Easton Ellis zu finden ist.

Hüsker Du – Don’t want to know if you are lonely (1986)

Ein zeitloser Klassiker einer Band, die leider viel zu wenig Beachtung erfahren hat. Wieviele Amerkanische Ur-Emos haben in den 80ern mit diesem Lied wohl ihren ersten Liebeskummer ertränkt? Vielleicht kennt Ihr diesen Song noch aus dem Film „Adventureland“. Eine Vielzahl von Indiebands der 90er Jahre erwähnen Hüsker Dü als Inspirationsquelle. Therapy! zum Beispiel hatten einen ihrer größten Hits basierend auf dem Hüsker Du Song „Diane“.

Kate Bush – Running up the hill (1985)

„And if I only could, I’d make a deal with God
and I’d get him to swap our places“

Kann man einen Popsong als „Brett“ bezeichnen? In diesem Fall ja, der Beat pumpt und treibt diesen hoch emotionalen Song unentwegt nach vorne. Der Text geht so unglaublich unter die Haut und wird bis zum Ende hin wunderbar mit dem Schlagzeug untermalt. Wem das trotz alledem noch zu poppig ist, kann sich gerne das Cover von Placebo reinziehen. Bei dieser Version wird das Lied auf seine elementaren Elemente minimiert und besteht hauptsächlich nur noch aus diesen sagenhaften Lyrics gepaart mit einer noch deeperen Bassline.

Tom Waits – Martha (1973)

„Cause we were all so young and foolish
now we are mature“

Ein Song aus der frühen Schaffensphase eines noch jungen Tom Waits. Seine markante Stimme fehlt hier noch, aber das Songwriting ist bereits in seinen frühen Jahren exzellent. Ein Lied über verlorene Liebe, vergangene Zeiten, die Verzweiflung des Alterns und irgendwie auch über eine Midlife Crisis – darauf einen Fanta-Korn.

Walk off the earth – Somebody That I used to know (2012)

Tolle Coverversion des Gotje Hits aus dem Jahr 2012 der kanadischen Band Walk off the earth. Berühmt wurde die Band durch ihr Youtube Video, bei dem Sie den Song zu fünft auf nur einer Gitarre performen. Das Video hat in kürzester Zeit über 125 Millionen Zugriffe erhalten. Schaut es euch am besten selbst an:

The Smiths – How Soon is now (1985)

Man munkelt, dass es ohne die Smiths niemals die Ärzte gegeben hätte. Zweifelsohne sind die Smiths eine der größten englischen Indie-Bands und haben die Bewegung der Post Punk Ära geprägt wie niemand sonst.

Es ist eine Schande, dass sich das Team um Frontmann Morrissey und dem Gitarristen Johnny Marr im Jahr 1987 aufgelöst haben und definitiv nie wieder gemeinsam performen werden. Genießen wir also die Hits der 80er Jahre und freuen uns an dem umfangreichen musikalischen Schatz, den uns die Smiths in den 5 Jahren ihres Bestehens hinterlassen haben.

Weezer – Endless Bummer (2016)

„Kumbaja makes me violent
I wish this summer to end“

2016 ist ein tolles Jahr für Weezer Fans! Mit dem White Album liefern sie das zweite Release in Folge, das an die Qualität der 90er Jahre Alben Blue, Pinkerton und Green heranreicht. War „Everything Will Be Alright in the End“ im Jahr 2014 eine kleine Sensation, beweisen Weezer mit Ihrem aktuellen Album, dass sie endlich wieder zurück in ihrer alten Form sind und zu ihren Wurzel stehen. Ein Konzeptalbum geschrieben für alle Hollister Stores dieser Erde und einem Closer, der das Ende von Kumbaya singenden Gitarristen und dem Sommer herauf beschwört. Summer-Apokalypse Now!

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